SchülerInn interessieren sich für politische Bildung

SchülerInn interessieren sich für politische Bildung
Die Volksschule schöpft das Potenzial des Klassenrats nicht aus

Im Klassenrat sollen Schülerinnen und Schüler sich miteinander und mit ihren Lehrpersonen in politischer Bildung und Demokratie üben - im Hinblick auf ihre Rolle als Staatsbürger. Doch die Institution, die heute zum Alltag der Volksschule gehört, erfüllt ihre staatspolitische Aufgabe kaum, wie eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie in den Kantonen Aargau und Solothurn zeigt.

Zunehmend sehen Lehrpläne vor, dass Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler eine Stunde pro Woche im Klassenrat zusammensitzen, damit diese soziales Lernen praktizieren, Konflikte lösen lernen und sich auf demokratische Weise in politischer Bildung üben. Diesen staatspolitischen Aspekt des Klassenrats haben die Sozialwissenschaftler Béatrice Ziegler, Alexander Lötscher und Corinne Wyss von der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz erforscht. Bei allen Unterschieden zwischen politischem System und Klassenrat bestehe zwischen den beiden eine wichtige Gemeinsamkeit, sagt Alexander Lötscher: Sie seien auf die kommunikativen Fähigkeiten und die Empathie ihrer Mitglieder angewiesen. >> zur Medienmitteilung